Wieso Mama mundele ?

„Štěstí je to jediné co můžeme dávat aniž bychom to měli „

                                       Mark Rutherford

 

Mama mundele – die deutsche Übersetzung heißt „Weiße Mutter/Mama“ und kommt von der Sprache Lingala, die in einigen Bereichen der Kongo benutzt ist.

Die Demokratische Republik Kongo hab ich im Oktober 2011 besucht. In diesem schönen Land hab ich unterwegs mehrere kleine Dörfer besucht um so die regionalen Bräuche und Traditionen lernen zu kennen. Weil ich war unterwegs mit meinem kongolesischen Mann, war der Zugang zu Menschen etwas einfacher, aber „wie ein Städter in dem Land“ auch mein Mann kennt sich nicht in allen lokalen Gewohnheiten aus und manchmal auch er selbst wirkte als ein Fremder aus einem anderen Welt ein.

Ich verstehe schon wie sich ein Afrikaner fühlen muss, wenn er bei uns eine kleine Stadt oder sogar ein Dorf besucht und überall fast unhörbar, aber deutlich hört „Guckst du Mama, ein Schwarze“ Die Menschen in Kongo sind bisschen mehr unmittelbar, also aus einem stillen „mundele, mundele“ (weiße, weiße) ist bald ein lautes Schreien begleitet mit Lachen und ungeniertes Beobachten von Kopf bis Fuß. Nicht nur in Kongo, aber auch in mehreren anderen afrikanischen Ländern sind verheiratete Frauen „Mama“ genannt, egal ob sie schon Kinder hat oder nicht. Kurzhin sind solche Frauen schon im Alter Kinder zu haben und dadurch ist der Anstand so eine Frau „Mama“ nennen. Unsere ganze monatliche Reise hat also der Schrei „mama mundele“ (Weiße Mama) begleitet und ich glaube an mehreren Orten war ich die erste mama mundele, die da je gesehen haben. Diese Reise hat im Bereich Kinshasa angefangen und fügte bis zur Stadt Muanda an der Küste und etwas andere Trasse dann zurück. Von dieser Reise hab ich viele ungewöhnliche Erfahrungen mitgebracht und dazu auch noch die Idee den lokalen armen Kindern zu helfen, die wir nun anfangen zu realisieren.

 

 

 Wie sind wir auf die Idee gekommen

 

                                                „ Každý velký čin se zdá být zpočátku nemožný“

                   Thomas Carlyle

 

Während unserer Reise durch die Demokratische Republik Kongo haben wir mehrere Erfahrungen erlebt und viele menschliche Schicksaale gesehen. Wir sind meistens mit einem Auto gefahren und das hat uns die Möglichkeit gegeben auch in an den Orten anzuhalten, wo normalerweise nicht einmal ein Bus haltet. Wie in mehreren anderen Ländern ist es auch in Kongo so, das da ein großer Unterschied zwischen Leben in der Stadt und in dem Land zu sehen ist.

 

Im Dorf fehlen meistens sogar die Grundbedürfnisse und die Menschen sind gewöhnt lange Abstände zu Fuß bekämpfen, egal ob auf Arbeit, Einkauf, Verkauf oder zur Schule. Sie können Kindern sehen, die in unzulängliche Bekleidung rumlaufen, die Kleidung ist oft nicht entsprechend. Nicht nur zum Alter, aber sogar ist in so einem schlechten Zustand, dass es kaum tragbar ist. Entlang des Weges sehen sie Mädels die mit kopflosen Puppen spielen, oder Jungen die eine geschwollene Gummireife jagen. Da sind einfach keine besseren Spielzeuge zur Verfügung. In den Schulen (wo die Kinder selbst zahlen müssen] ist schlechte Ausrüstung und die Schulbänke stehen nur noch mit Willenskraft.

 

Unser erster längerer Aufenthalt war in der Stadt Boma, wo wir die Möglichkeit hatten, auf einem örtlichen Pfarrhaus zu wohnen, der auch zusammen mit einer Schule verbindet war. Da haben wir

auch die Probleme mit Ausbildung kennengelernt. Der erster und größter ist, das schon die Grundschulen gebührenpflichtig sind. Die Eltern und die Kindern stehen dann unter eine schwere Entscheidung, welches, und ob überhaupt irgendein Kind die Grundschule besuchen darf. Weitere Ausgaben sind dann die Schuluniform und komplettes Schulbedarf und dass ist bei gewöhnten Mehrkindfamilien nicht immer möglich. Dadurch passiert, dass die Eltern dann für die Ausbildung die Jungen vor Mädchen bevorzugen.

 

Wir hatten auch die Möglichkeit mit den Lehrern reden, die haben sehr niedrige Einnahmen, arbeiten in unbefriedigenden Bedingungen und für die Unterricht stehen dem nur sehr begrenzten Mitteln zur Verfügung.

 

In der Stadt Boma haben wir ein Waisenhaus besucht, welches von Nonnen geleitet ist und vorwiegend mit der Hilfe von anderen Menschen und lokale Wohltätigkeit (geleitet bei Diözese) überlebt.

Hier haben wir den Bischof Cyprien Mbuka zum ersten Mal getroffen. Der hat uns geholfen die hiesige Problematik zu verstehen. Vorher hab ich schon von der Möglichkeit nachgedacht, armen Menschen in Afrika zu helfen, aber hier kam die Möglichkeit selbst zu uns, ohne dass wir sie ausgesucht haben, und zwar durch die Bitte des Bischofs. Während einem langen Gespräch zu diesem Thema waren wir mit ähnlichen Gedanken und mit Zusammenarbeit einverstanden und wir haben uns auch versprochen diese zu realisieren.

 

zleva - zástupce Bomského biskupa, za náš tým Emmanuel Ndombasi , ředitelka Bomské základní školy a její zástupce

kolo je pro mnoho lidí důležitý dopravní prostředek a na jednom kole jezdí mnohdy celá vesnice

děti si vyhrají opravdu se vším     děti bez domova z města Bomy si přivydělávají drobnou prací  

zastaralé a nevyhovující školní vybavení 

lidé často pěšky putují na velké vzdálenosti